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Hermann über seinen Wettkampf beim Ironman Austria 2006

 

"Außer Spesen, nichts gewesen!"

Eigentlich hatte ich geglaubt, meinen negativen Lauf überwunden zu haben, konnte ich doch zwei Wochen vor dem geplanten "Großereignis" wieder einmal schmerzfrei trainieren (seit Ende April). Doch es sollte anders kommen. 6Tage zuvor erwischte mich noch ein Darmvirus. Dieser war zwar nach 24 Stunden wieder vorbei, weshalb ich auch doch noch guten Mutes war, als ich am Donnerstag nach Klagenfurt aufbrach.
Am 16.Juli war es dann wieder soweit. Um 7 Uhr früh viel der Startschuss zu meinem zweiten Ironman, für den ich mir viel vorgenommen hatte. Über 2400 Starter warfen sich in die Fluten des Wörthersees. Für mich lief es am Anfang perfekt: Kein sinnloses Gerangel im Wasser, und so konnte ich von Anfang an meinen Rhythmus durchziehen. Nach knapp 53 Minuten und an 90 Stelle liegend warf ich mich schließlich aufs Rad, um die 180 km runter zu spulen. Ich erwischte eine gute Gruppe, und so waren die ersten 120 km wirklich relativ "relaxt". Dann aber schlug der "Pechteufel", der mich schon das ganze Frühjahr verfolgte, wieder zu. Plötzlich traten Magenkrämpfe auf, die immer schlimmer wurden, sodass ich schließlich nichts mehr essen konnte. Die Kräfte ließen von Minute zu Minute nach und ich musste einen nach dem anderen an mir vorbeiziehen lassen. Zu allem Überfluss hatte ich dann auch noch in einer Abfahrt mit gut 70 km/h einen Reifenplatzer am Vorderrad - mit Glück konnte ich einen Sturz vermeiden - was mich aber etwa 5-10 Minuten an Zeit kostete. Mit den Nerven schon fast am Ende rollte ich nur mehr in Richtung Wechselzone und überlegte, ob es noch Sinn machen würde den Marathon zu beginnen, wenn ich nur mehr Wasser trinken kann. Ich wollte meine treuen Fans nicht im Stich lassen, und versuchte es mit Biegen und Brechen. Die ersten 10 km liefen auch gar nicht so schlecht bis auf den Umstand, dass die Magenprobleme immer schlimmer wurden. Langsam wusste ich nicht mehr, wie ich das Ziel ereichen sollte. Bei km 21 war dann endgültig Schluss. Meine Beine wollten nicht mehr weiter - waren leer (kein Wunder nach über 3 Stunden Nichts zu essen). Und so lag ich total "fertig" in der Wiese, und musste den Traum meinen 2ten Ironman zu finishen begraben.

Nach einem kurzen Motivationsloch in den Tagen danach, begann ich schon wieder neue Pläne zu schmieden. Die Anmeldung zum Ironman Austria 2007 war einer davon - aber mal sehen, was kommt …

Hermann