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Nachdem
ich 2004 schon einige schwierige Touren und Boulder geklettert war -
meine restlichen Projekte aber durchgehend naß waren, machte ich
mir einige Gedanken was ich als nächstes so machen könnte.
Da kam mir ein Gedanke, der schon längere Zeit durch meinen Kopf
spukte. Denn neben harten Sachen zu klettern, wollte ich auch immer
mal einen Ironman bestreiten. Ironman, das heißt 3,8 km Schwimmen,
danach 180 km Radfahren und zum Schluss 42 km Laufen, und das ganze
möglichst schnell und ohne Pause.
Da meine Projekte nicht trocken werden wollten, wurde ich immer öffter
im Schwimmbad oder auf dem Rad gesehen, um mich auf mein Projekt Ironman
2005 vorzubereiten. Mit der Zeit verbiss ich mich immer mehr im Triathlontraining,
denn ich wollte ja auch eine gute Figur dabei machen.
So vergingen die Monate wie im Flug, und das Frühjahr wartete,
und damit meine ersten Vorbereitungswettkämpfe. Ich war gut in
Form und konnte auch gleich einige gute Platzierungen belegen. Ich war
also gerüstet für das Unternehmen Ironman.
Aber dann passierte mir etwas richtig Blödes! Eine Woche vor dem
großen Showdown zerrte ich mir beim Lauftraining die Seitenbänder
im linken Sprunggelenk. Ich versuchte, noch mit sämtlichen Behandlungen
eine rasche Heilung herbeizuführen.
Obwohl dies nicht gelang, entschied ich mich an den Start zu gehen.
Also stürzte ich mich am 3.Juli um 7 Uhr morgens mit 2000 anderen
Athleten in die Fluten des Wörthersees. Nach dem Startschuss heißt
es dann gleich volle Pulle, um nicht gleich im Gerangel unterzugehen.
Dies gelang auch sehr gut, und so hatte ich nach 58 Minuten die 3,8
km Schwimmen hinter mich gebracht. Nun hieß es schnell Neoprenanzug
ausziehen und so schnell wie möglich aufs Rad um keine Zeit zu
verlieren. Ab dort begann der Beweb erst richtig. 180 km alleine auf
dem Rad (Windschattenverbot!). Für diese Distanz benötigte
ich 5 Stunden - damit war ich genau in meinem Fahrplan, den ich mir
ausgerechnet hatte. Ich ging auch relativ locker auf die Laufstrecke,
bekam aber nach wenigen Kilometern Schmerzen im verletzten Fuß.
Nach gut 10 km explodierte dann mein Fuß im wahrsten Sinne des
Wortes. Ich hatte höllische Schmerzen und konnte kaum noch auftreten.
Das Problem war, dass ich noch 32 km vor mir hatte! Ich wollte aber
unbedingt ins Ziel kommen, und biss die Zähne zusammen. Ich litt
Qualen, die ich bis dato noch nicht kannte - es war die Hölle!
Nach
einer Gesamtzeit von 10 Stunden und 39 Minuten konnte ich schließlich
die Ziellinie überqueren. Die Strapazen waren mir ins Gesicht geschrieben
- ich hatte 5 kg an Gewicht verloren! Die Diagnose der Verletzung, die
mir die letzten 32 km zu schaffen gemacht hatte, lautete starke Zerrung
und Sehnenscheidenentzündung.
Derzeit
erhole ich mich noch von dieser Verletzung, aber ich hoffe bald wieder
fit zu sein!!!
Hermann Schwaiger

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rechts:
vor dem Start / oben: die letzten 800 m Schwimmen im Lendkanal / unten:
beim Durchlauf nach 2 km Schwimmen



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