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Bernhard Schwaiger Sun

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4-Trails 2015

2015-07-12

Mein 2. Wettkampf heuer sollte der Salomon 4-Trails werden. Ein Etappenrennen über 4 Tage. Da heuer der Zielort auch mein Heimatort war, musste ich dabei sein. Noch dazu führte die letzte Etappe übers Steinerne Meer, einfach genial.

Start der ersten Etappe war Berchdesgarden. Da der Wettebericht für diesen Tag aber starke Gewitter vorhersagte wurde die Etappe geändert. So mussten gut 25km und 1400Hm gelaufen werden. Da mein letztes Etappenrennen schon 5 Jahre her war, und das eher eine lockere Partie war, wusste ich nicht wie ich das Ganze anlegen sollte. Nur nicht abschießen war meine Devise. Vom Start weg wurde aber schon voll Tempo gemacht, von Zurückhaltung bei den anderen gar keine Spur. Außerdem war das Streckenprofiel so gar nicht nach meinem Geschmack. Zu 95% Schotterstraßen und nur flache Anstiege. So beendete ich den ersten Tag relativ entspannt auf Platz 25.

Die 2. Etappe führte von Bad Reichenhall über 34km und 1700 Hm nach Ruhpolding. Leider wurde auch da ein Berg kurzfristig heraus gestrichen. Der erste Teil führte wunderschön bei perfekten äußeren Bedingungen über die Zwieselalm nach Inzell. Gelaufen wurde wieder was das Zeug hielt aber auf den Trails fühlte ich mich schon wohler. Der zweite Abschnitt dann leider wieder ein Spiegelbild von Tag eins, flache Anstiege und nur Schotter und Asphalt. Drotzdem konnte ich mich auf Platz 18 verbessern.

Am dritten Tag ging es von Weißbach über 38km und 2100Hm nach Lofer. Bei hochsommerlichen Temperaturen war das Tempo von Beginn an, wie sollte es anders sein, hoch. Volles Risiko wieder bei allen. Der erste Teil war genau mein Ding: auf 5km 1200Hm hoch zum Ristfeuchthorn. Ich fühlte mich gut, war das ja genau mein Gelände, steil und technisch. Leider war aber ab Mellek mein Hochgefühl zu Ende. Wieder nur eine Schotterpassage nach der anderen. Ich kämpfte um den Abstand zu den guten Läufern nicht zu groß werden zu lassen. Nach einem harten Tag konnte ich mich weiter auf Platz 15 verbessern.

Der letzte Tag sollte meiner werden. Übers Steinerne Meer zu mir nach hause. Es sollte auch mit 43km und 2300Hm die schwierigste Etappe werden. Mir war schon ein wenig flau im Magen, hatte ich doch vom Vortag noch etwas schwere Beine. Los ging es wieder in vollem Tempo über die Hundalm zur Litzlalm in Richtung Hirschbichl. Es waren herrliche Trails zu laufen. Weiter ging es zum Diesbachstausee hinauf zum Ingolstätterhaus, wo ich das erste mal bei diesen 4-Trails so richtig litt. Ich hatte den totalen Durchhänger, kämpfte mich Meter für Meter voran, musste aber einige vorbeiziehen lassen. Vom Ingolstätterhaus zum Riemannshaus kam aber dann mein Abschnitt. Technisch sehr anspruchsvoll, wo so mancher seine liebe Not hatte. Ich konnte wieder Platz für Platz gut machen und holte bis ins Ziel in Maria Alm noch mal alles aus meinem Körper heraus. Am Ende des Tages stand dann Platz 11 zu buche, was den 15. Platz in der Gesamtwertung bedeudete.

Faszit: Eine top Veranstaltung. In der Organisation kann man kaum was besser machen. Nur in der Streckenführung stelle ich mir bis auf die letzte Etappe unter Traillauf etwas anderes vor. Man sollte aber auch betonen das die Streckenbauer mit einigen Schwierigkeiten zu tun hatten. Denoch war für meinen Geschmack der Straßenanteil zu hoch. Im Allgemeinen bin ich mit meiner Leistung zu frieden. Konnte ich mich doch von Tag zu Tag steigern, und auf den Straßenabschnitten bin ich momentan halt nicht schneller.

Hermann

 

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