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Bernhard Schwaiger Sun

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Höchkönigman 2016

2016-06-05

Ich hatte noch eine Rechnung offen mit meinem Heimrennen, dem Hochkönigman. Letztes Jahr nach langer Führung bei Km 66 ausgestiegen (wegen Krämpfen). 2016 wollte ich das Rennen beenden, um die Rechnung zu begleichen.

Da ich bis dato wirklich wenig Grundlagenkilometer in den Beinen habe, wollte ich locker weg laufen und dann mal schauen wie es läuft.

Am Freitag zu Mitternacht ging es los auf die Endurance Strecke (85Km,5000Hm). Die Temperaturen waren gut und der Dauerregen der letzten Tage ließ auch nach. Los ging es über meinen Hausberg den Natrun. Ich lief einfach locker mit und fand mich schon wieder mitten in der Führungsgruppe. Wir arbeitenden gut zusammen und kamen zügig voran. In der Nacht und bei sehr nassen und tiefen Boden war immer volle Konzentration angesagt. So liefen wir auch gemeinsam bis zum Wendepunkt in Mühlbach bei Km 40. Jetzt kam der erste schwere Anstieg. 1200 Hm auf den Schneeberg. Mitten im Anstieg musste ich 3 Mann ziehen lassen, die einfach stärker waren. Jetzt sollte sich auch meine fehlenden Grundlagenkilometer bemerkbar machen, und es stellten sich leichte Muskelprobleme ein. Ich blieb aber fokosiert und ging meinen Rythmus. So begann ich den letzten langen Anstieg auf den Hundstein auf Rang 4. Leider wurden meine Beine nicht besser, was total untypisch war, den normalerweise legt sich das wieder nach einer Zeit. Jetzt war kämpfen angesagt, den die Strecke ist wirklich anspruchsvoll. Kurz vorm Hundstein verlor ich noch einen Platz. Weiter ging es zur Schwalbenwand, wo ich regelrecht an eine Mauer lief. Dabei verlor ich leider noch einen Platz. Jetzt war nur mehr Schadensbegrenzung angesagt, um den 6. Platz ins Ziel zu retten, was mir auch nach einer Laufzeit von 12:03 Stunden gelang. Von Platz drei bis 6 war es total knapp, lag ich nur 15 Minuten hinterm Stockerl, was durchaus realistisch gewesen wäre, bei etwas besseren Beinen.

Faszit: Die Veranstaltung hat sich enorm verbessert, geile super Strecke, und ein wenig hab ich den Frieden gefunden mit meinem Heimrennen.

Hermann

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