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Bernhard Schwaiger Sun

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durchs Steinerne Meer

2017-08-03

Nach dem ich beruflich bedingt die zwei letzten geplanten Wettkämpfe absagen musste, war der Hunger nach einem coolen Lauf richtig groß. Da ich aber in letzter Zeit nicht viel zum laufen kam, wollte ich nur so für mich eine coole Geschichte machen. Schon seit einigen Jahren wollte ich schon immer das Steinerne Meer durchlaufen, inklusive die Umrundung des Königsees. Der Wetterbericht meldete gut und endlich hatte ich mal an einem Samstag Zeit mich vom Job auszuklinken.

Los ging es um 2Uhr morgens von Maria Alm aus Richtung Wasserfallscharte. Dort schon das erste Hinderniss. Ein Schneefeld in steilem Gelände total vereist, das es zu queren gilt. Mit Laufschuhen nicht ganz so ohne. Nicht aufgepasst und schon fand ich mich gut 30Hm weiter unten wieder. Jetzt aber aufpassen und durch, weiter hoch zur Scharte, und hinaus durchs Steinerne Meer Richtung Wasseralm. Dort verdrängt auch der Tag schön langsam die Nacht und die Stirnlampe kann verstaut werden. Auf den rutschigen teils nassen Steinen das nächst Missgeschick. Ausgerutscht und umgeknickt, ein leichtes brennen im rechten Knöchel, das kann ja heiter werden. Der Schmerz ließ aber dann im Verlauf wieder nach, so das es kein Problem darstellte. Von der Wasseralm weiter zum Seeleinsee der oberhalb des Königsees liegt, eingebettet von einigen Gipfeln. Dort eine kurze Rast und weiter zum Schneibstein. Von dort hinunter zum Jenner und weiter zum Königsee. Dort traf ich auch zum ersten mal einige Leute am heutigen Tag. Eigentlich wollte ich dort meine Vorräte aufüllen, leider war ich zu früh drann, sodaß noch alle Läden geschlossen hatten. Also ging es weiter Richtung Kurionihütte und über den Ringkendelsteig hinunter zum malerischen St.Bartolomä. Dort eine längere Pause und mal ordentlich verpflegen, war ich doch schon gut 9 Stunden am Weg, auf teils sehr schwierig zu laufenden Trails. Nach einer zusätzlich kurzen Abkühlung im Königsee ging es weiter durch die Sigeretplatte hinauf zum Trischübel. Dort machte sich die Hitze und das wenig Training der letzten Wochen bemerkbar. Von dort ging es weiter zum Hundstodgatterl und mit letzter Kraft weiter zum Ingolstätterhaus, wo ich mir mal eine Suppe und einen Radler genemigte. Ich war schon Hunde müde, musste aber noch gut 15km hinunter nach Weißbach, wo mein Taxi wartete. Nach gut 17 Stunden war meine Runde in Weißbach beendet, mit gut 85km und 6500hm in den Beinen. Anstrengend, aber ein schöner Tag in meinen heimatlichen Bergen.

Hermann

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